„Die Solidarität, die wir auch hier wieder erlebt haben, berührt uns sehr. Sie zeigt, dass die Menschen in Südtirol hinschauen und handeln, wenn andere in Not sind. Jede Spende ist ein Stück Hoffnung“, zeigt sich Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer zufrieden mit dem Ergebnis. Auch Bischof Ivo Muser betont, wie viel dieses Projekt gerade im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr bedeutet: „Das Haus der Hoffnung ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Zeichen dafür, dass Nächstenliebe sichtbar werden kann. Ich danke allen, die dieses Vorhaben mittragen und damit Menschen eine neue Perspektive schenken.“
Mit dem Abschluss der Spendenaktion beginnt nun die detaillierte Planung. Das Gebäude, das die Caritas von den Kreuzschwestern übernommen hat, wird umfassend erneuert: Die Bäder werden saniert, die Elektroleitungen modernisiert, der Brandschutz an die aktuellen Vorschriften angepasst. Die Leitungen für die Küchenzeilen werden neu verlegt, bevor diese eingebaut werden. Die Balkone erhalten sichere, normgerechte Absturzsicherungen, und im bestehenden Schacht entsteht ein neuer Aufzug, der das Haus künftig barrierefrei macht. Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird jeder Schritt eng mit dem Denkmalamt abgestimmt. Nach weiteren Mitteln für die Finanzierung wird – neben dem Einsatz von Eigenmitteln – noch gesucht.
Der Baubeginn ist nach heutigem Stand für die Zeit nach dem Sommer vorgesehen. Einige vorbereitende Arbeiten, vor allem im Bereich der Elektrik, konnten bereits im Zuge der Errichtung des neuen Tagesclubs erledigt werden. „Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im Sommer 2027 einziehen und dem Haus neues Leben einhauchen“, so die Caritas-Direktorin.
Die 18 Wohneinheiten sollen als sogenannte Trainings-Wohnmöglichkeiten betrieben werden. „Sie sind für Menschen gedacht, die vorübergehend in sozialen oder finanziellen Schwierigkeiten stecken und keine Wohnung finden oder haben“, sagt Mairhofer. Während ihres Aufenthalts erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner Unterstützung bei der Alltagsbewältigung, der Haushaltsführung, der Gebührenzahlung und der Wohnungssuche. „Wieder eine feste Bleibe zu haben, ist für viele die Chance zur Rückkehr in ein normales, geregeltes Leben.“





