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Ukraine: Solidarität trotzt dem Krieg

Die Unterstützung der Caritas Diözese Bozen-Brixen für ihre Partner in Kolomyya

 

Auch vier Jahre nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine setzt die Caritas Diözese Bozen-Brixen ihre direkte Unterstützung für die Caritas Kolomyya in der Westukraine fort. Dort erhalten Menschen in Not materielle Hilfe sowie psychologische Betreuung. „Wir haben soeben 40.000 Euro für die Sanierung der katholischen Schule in Kolomyya bereitgestellt, die durch einen Brand schwer beschädigt wurde. Wer möchte, kann mit einer Spende dazu beitragen und ein Zeichen der Hoffnung für die junge Generation setzen“, erklärt Sandra D’Onofrio, die Leiterin der Internationalen Zusammenarbeit der Caritas.


Seit Beginn der Invasion unterstützt Caritas Kolomyya Hunderttausende Menschen mit vielfältigen Hilfsangeboten: Sie verteilt lebensnotwendige Güter, betreibt rund zehn Suppenküchen mit jährlich etwa 80.000 warmen Mahlzeiten und organisiert Wohltätigkeitsinitiativen für besonders verletzliche Familien, alleinstehende ältere Menschen, Waisen sowie Kinder gefallener oder vermisster Soldaten. „Die Bombardierungen dauern an, vor allem gegen zivile und energetische Infrastruktur. In den vergangenen Wochen hatten wir oft nur wenige Stunden Strom pro Tag. Kälte, Unsicherheit und wachsende Armut erschweren den Alltag zusätzlich“, berichtet Pater Sergiy Tryfyak, Direktor der Caritas Kolomyya.

In dieser Situation bleibt internationale Unterstützung unverzichtbar: „Die Nähe der Südtiroler Caritas gibt uns Hoffnung. Seit Kriegsbeginn spüren wir eine ununterbrochene Solidarität. Zu wissen, dass wir Freunde in Südtirol haben, stärkt uns und ihre Hilfe erreicht direkt jene, die sie am dringendsten brauchen“, so Tryfyak.

Im Januar führte eine Serie von Stromausfällen zu Spannungsschwankungen und Kurzschlüssen, die einen Brand in der katholischen Schule „Heiliger Papst Johannes Paul II.“ in Kolomyya auslösten. Dach, Decken sowie technische und pädagogische Ausstattung wurden zerstört. Die Schule beherbergte sieben Klassen mit insgesamt 91 Kindern. „Man hat uns um Unterstützung beim Wiederaufbau gebeten. Neben den bereits zugesagten 40.000 Euro rufen wir die Bevölkerung zu weiteren Spenden auf. Eine Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern ein Raum für Wertevermittlung, Gemeinschaft und Hoffnung“, betont Sandra D’Onofrio, die den Kontakt zu den Partnern in Kolomyya pflegt.

Mit Blick auf die Zukunft stehen große Herausforderungen bevor. „Der Bedarf an sozialen Diensten wird weiter steigen, auch nach Kriegsende“, erklärt Tryfyak. Besonders Kinder und Jugendliche seien stark belastet, erst durch die Pandemie, nun durch den Krieg. Ebenso zentral bleibe die psychische Gesundheit: „Menschen brauchen nicht nur Nahrung oder Kleidung, sondern Verständnis, ein offenes Ohr und das Gefühl, angenommen zu sein. Das gilt auch für unsere Mitarbeitenden und Freiwilligen. Der Krieg erschöpft emotional, und wir müssen uns um sie kümmern.“

Die Caritas Diözese Bozen-Brixen wird ihre ukrainischen Partner weiterhin unterstützen sowohl mit materieller Hilfe als auch mit psychologischer Begleitung. Ziel ist es, die Widerstandskraft der lokalen Gemeinschaften zu stärken.

 

Die Caritas bedankt sich schon im Voraus bei jenen, die ihre Hilfe mit einer unter dem Kennwort „Ukraine” auf folgenden Bankkonten unterstützt:

Raiffeisenkasse: IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065


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