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Kamerun: neues Leben schenken

In Kamerun gibt es keine öffentliche Krankenversicherung. Alle Gesundheitskosten müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Doch die wenigsten Menschen haben das Geld, um eine lebensrettende oder gesundheitserhaltende Behandlung bezahlen zu können. Für viele herzkranke Kinder und Erwachsene ist das Herzzentrum der Terziarschwestern in Kumbo die einzige Möglichkeit, eine lebensrettende Operation zu erhalten.

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Kamerun: neues Leben schenken

Damit das Herz lange schlägt

Stanley lebt in einem Dorf im westlichen Kamerun. Der 14-Jährige hatte über viele Jahre einen Traum: Er wollte mit seinen Freunden Fußball spielen. Aufgrund eines angeborenen Herzfehlers war für ihn aber jede noch so kleine Anstrengung mit Atemnot, Husten und Brustschmerzen verbunden. Stanleys Traum schien deshalb unerfüllbar. Mittlerweile ist Stanley dank einer Operation im Herzzentrum der Tertiarschwestern des hl. Franziskus in Shisong einer der besten Stürmer in seinem Dorf.
Die Missionsstation befindet sich am Rande der Stadt Kumbo. Das Krankenhaus gibt es bereits seit 1935, das Herzzentrum, das „Cardiac Center“, ist seit 2009 in Betrieb. Die aus Olang gebürtige Ordensschwester Ermelinde Willeit hat 1971 in Shisong eine neue Wirkungsstätte und Heimat gefunden.

 

Freude und Stolz

Vor dem Entstehen der Herzklinik wurden jährlich mehrere herzkranke Kinder von den Schwestern zu den lebensnotwendigen Operationen nach Mailand gebracht. Sr. Ermelinde Willeit kann sich noch gut an diese Zeit erinnern. „Die Organisation einer solchen Reise war sehr anstrengend, zudem kostete jeder Eingriff damals sehr viel Geld.“ Gut erinnern kann sie sich auch an die erste Operation im „Cardiac Center“ in Shisong. Anspannung, Freude und auch Stolz empfand sie damals. Bis 2013 wurden die Operationen noch mehrheitlich von Ärzten aus Europa durchgeführt, seitdem verfügt das Herzzentrum mit Dr. Charles Mvondo über einen festangestellten afrikanischen Herzchirurgen.
Der Großteil der Herzoperationen muss deshalb über Spenden finanziert werden. Wertvolle Unterstützung erfährt das „Cardiac Center“ dabei vom Südtiroler Verein Etica Mundi. Der Verein hat 2013 die Online-Spendenplattform „MiDo“ ins Leben gerufen. 120 Herzoperationen konnten seit damals finanziert werden. 120 Kinder und Jugendliche bekamen damit ein neues Leben geschenkt.
Neben Stanley ist auch Falilat eines dieser Kinder. Das Mädchen war zweieinhalb Jahre alt, als es einer Herzoperation unterzogen werden musste. Als Gelegenheitsarbeiter konnte der Vater nur einen geringen Teil der Operationskosten bezahlen. Heute kann das kleine Mädchen ein normales Leben führen.

 

Neuanfang in Yaoundé

Seit Bestehen des „Cardiac Centers“ in Shisong galt es für die Tertiarschwestern, viele Hürden und Herausforderungen zu meistern. Für ein derzeit großes Problem ist noch keine Lösung in Sicht: Aufgrund politischer Unruhen, die in einen bewaffneten Konflikt ausgeartet sind, musste das Herzzentrum 2018 geschlossen werden. „Das Militär ist einmarschiert, die Ärzte mussten fliehen“, berichtet Sr. Ermelinde Willeit. Den Tertiarschwestern ist es aber gelungen, an einem privaten Krankenhaus im rund 450 Kilometer entfernten Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, eine Herzstation einzurichten. Seit 2019 werden von Dr. Charles Mvondo nun dort die lebensrettenden Herzoperationen durchgeführt.

 

Mit Spenden Leben retten

In Kamerun gibt es keine öffentliche Krankenversicherung. „Viele Menschen haben keinen Zugang zu notwendigen Operationen“, sagt Sr. Ermelinde Willeit. Eine Herzoperation, die aufgrund des militärischen Konfliktes in Kamerun derzeit in einer Außenstation des Herzzentrums der Tertiarschwestern des hl. Franziskus in Yaoundé durchgeführt wird, kostet rund 6000 Euro. In diesem Betrag sind die Operation, der Aufenthalt im Krankenhaus, die Vor- und Nachbehandlung sowie die Medikamente enthalten.

Mit der Adventkalenderaktion können herzkranke Kinder und Jugendliche eine lebensrettende Herzoperation erhalten.

Mit der heurigen Adventkalenderaktion beteiligen sich die Zeitschrift das „Sonntagsblatt“ gemeinsam mit der Caritas und Missio an der Weiterführung des Herzzentrums. Die Spendenverwaltung übernimmt die Caritas. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.

Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung das Kennwort „Kamerun“ an.

Raiffeisen Landesbank: IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Südtiroler Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065

Weitere Informationen erteilen Ihnen die MitarbeiterInnen des Dienstes für globale Verantwortung in Bozen: Sparkassenstraße 1, Tel. 0471 304 352, international(at)caritas.bz.it.

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