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Hunger in Afrika

In Afrika leidet jede 5. Person an Unterernährung, das ist weit mehr als auf jedem anderen Kontinent. Der Hunger ist oft auch die Ursache dafür, weshalb viele Kinder nicht die Schule besuchen können. In unseren Schulprojekten bieten wir ihnen deshalb Bildung und Schulkost an – oft ihre einzige Mahlzeit am Tag und ihre einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Jede Spende hilft dabei.

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Hunger in Afrika

Extreme Dürren und zerstörerische Überschwemmungen, bedingt durch den Klimawandel, aber auch kriegerische Auseinandersetzung und Konflikte treiben immer mehr Menschen auf dem afrikanischen Kontinent in Armut und Not. Die Folge sind Mangel- und Unterernährung, unter deren fatalen Auswirkungen besonders Kinder ihr Leben lang leiden.

Ausbildung bedeutet Zukunft

In vielen Ländern Mittel- und Ostafrikas bleibt Bildung für zahlreiche junge Menschen, insbesondere für Mädchen und Frauen, ein unerreichbarer Traum. Dabei ist eine schulische oder berufliche Ausbildung die wirksamste Waffe gegen Armut. Damit sie unabhängig für sich und ihre Familien sorgen und aktiv zur Entwicklung ihrer Gemeinschaft beitragen können.

Jede Spende hilft:

  • 20 Euro im Jahr reichen, um ein Kind in Madagaskar ein ganzes Schuljahr lang täglich mit einem Glas Milch zu versorgen.
  • 30 Euro im Monat kostet in Äthiopien eine Ausbildung zur Friseurin.
  • 35 Euro im Monat ist in der Region Karamoja in Uganda der Preis für eine Schneiderausbildung, die nach 8 Monaten mit der staatlich anerkannten Schneiderprüfung endet.
  • 70 Euro genügen, um in Nairobi einen Schüler/eine Schülerin ein ganzes Jahr lang mit Essen zu versorgen.
  • 150 Euro braucht es, damit Frauen in Äthiopien ein Training zur richtigen Haltung von Milchziegen absolvieren können (Ziege, Impfungen und Teilnahme an Spargruppen inklusive).

Unter dem Spendenkennwort „Hunger in Afrika“ können Sie die Menschen südlich der Sahara in dieser dramatischen Situation mit einer einmaligen Spende oder als Hungerpate (9 Euro im Monat) mit einem Dauerauftrag monatlich, halbjährlich oder jährlich. Dabei sind Sie auch als Hungerpate zu keiner Zahlung vertraglich verpflichtet, sondern entscheiden selbst, wann, wie viel und wie lange Sie spenden möchten.

Gemeinsam Großes bewirken

Jede Spende hilft, um der Not in Afrika Schritt für Schritt entgegenzutreten. Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung das Kennwort „Hunger in Afrika“ an.

Raiffeisen Landesbank IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Sparkasse IBAN: IT17X0604511601000000110801
Südtiroler Volksbank IBAN: T12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo IBAN: IT18B0306911619000006000065

Weitere Informationen erteilen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritas-Dienstes Internationale Zusammenarbeit in Bozen Sparkassenstraße 1, Tel. 0471 304 352, international(at)caritas.bz.it

Jedes unserer Projekte ist ein Baustein im Kampf gegen den Hunger

In unseren Projekten machen wir täglich die Erfahrung, dass es Wege gibt, die Menschen vor dem Hunger zu bewahren. Tausende Frauen bekommen jedes Jahr Hilfe, um eine Existenz für sich und ihre Familien aufzubauen. Tausende Kinder besuchen die Schule und lernen für eine bessere Zukunft. Tausende Bauernfamilien erproben auf ihren Feldern neue Anbaumethoden, um sich für die veränderten Klimaverhältnisse zu rüsten.

 

Uganda: Neue Perspektiven für Jugendliche in Karamoja

Im Nordosten Ugandas leben viele Menschen unter schwierigen Bedingungen: Es mangelt an Bildung, medizinischer Versorgung und wirtschaftlichen Chancen – verschärft durch die Folgen der Klimakrise. Die Alphabetisierungsrate in Karamoja liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt, besonders bei jungen Frauen. Seit 2020, als auch in Uganda wegen der Pandemie alle Schulen lange geschlossen waren, bietet das Kalya Peace Village im Ort Kosiké jungen Menschen neue Möglichkeiten. In praxisnahen Ausbildungen, etwa in Schneiderei, Landwirtschaft oder Mechanik, erwerben jedes Jahr fast tausend Jugendliche berufliche Fähigkeiten. Besonders gefördert werden junge Frauen und alleinerziehende Mütter. Für ihre Kinder gibt es Betreuungsangebote. So entstehen neue Lebenswege und Begegnungen zwischen ethnischen Gruppen, die untereinander oft verfeindet sind, fördern ein friedliches Zusammenleben.

Uganda: Hoffnung in Palorinya

Uganda beherbergt über 1,8 Millionen Geflüchtete, die meisten aus dem Südsudan. Besonders im Norden leben viele in überfüllten Camps – oft ohne ausreichende Versorgung.

In Palorinya betreibt unser Projektpartner, der Südtiroler Comboni-Missionar Erich Fischnaller, eine Tischlerei, eine Ölpresse und eine kleine Landwirtschaft. Geflüchtete erhalten dort handwerkliche Schulungen und neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Da sich zuletzt mehrere Hilfsorganisationen aus finanziellen Gründen zurückgezogen haben, ist die Comboni-Station heute ein umso wichtigerer Ort der Hoffnung.

Äthiopien: Frauen stärken – Armut bekämpfen

In Äthiopien tragen Millionen Frauen die Verantwortung für ihre Familien – oft ohne Zugang zu Bildung, Einkommen oder sozialer Absicherung. Besonders im Süden liegt die Alphabetisierungsrate bei Frauen unter 40 Prozent.

Gemeinsam mit langjährigen Partnerorganisationen vor Ort (Caritas Meki, Caritas Hawassa, St. Paul Community, Heilig-Geist-Schwestern, Consolata Brothers) fördern wir Projekte, die Frauen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Durch Ausbildungen – etwa in Schneiderei, Friseurhandwerk oder Gastronomie – sowie mit Schulungen und Startkapital für Hühnerzucht, Hausgärten oder kleine Läden schaffen sich Frauen nachhaltige Einkommensquellen. Frauengruppen lernen, gemeinsam wirtschaftlich zu handeln und sich in Krisenzeiten gegenseitig zu unterstützen.

So erhalten viele Kinder regelmäßige Mahlzeiten, besuchen die Schule und blicken zuversichtlich in die Zukunft. In unseren Schulen achten wir darauf, dass mindestens die Hälfte der Schüler Mädchen sind. Sauberes Wasser, ausgewogene Mahlzeiten und getrennte Sanitäranlagen (wichtig für die Mädchen, wenn sie ihre Monatsblutung haben) helfen ihnen, dauerhaft am Unterricht teilzunehmen.

Äthiopien: Nachhaltige Landwirtschaft gegen den Hunger

Trotz verbesserter Ernten sind laut dem Welternährungsprogramm (WFP) im Jahr 2025 weiterhin über 10 Millionen Menschen in Äthiopien akut von Hunger betroffen. Besonders Kleinbauern mit wenig Land leiden unter wiederkehrenden Dürren und Ernteausfällen.

Gemeinsam mit unserem Partner Caritas Meki unterstützen wir ein Netzwerk von 21 Genossenschaften mit rund 18.000 Bäuerinnen und Bauern. Durch Bienenzucht, Kleintierhaltung, Saatgutherstellung und Kompostierung in Hausgärten können sie sich ein zweites Einkommen aufbauen. Nach Missernten erhalten sie neues Saatgut.

In Schulungen lernen die Familien, ihre Böden zu verbessern, Regenwasser effizient zu nutzen und erosionsgefährdete Flächen aufzuforsten – ein Beitrag zur Ernährungssicherung und zum Klimaschutz.

Demokratische Republik Kongo: Sauberes Wasser rettet Leben

Die Region Kongolo im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist reich an Wasser – doch vielerorts ist es verunreinigt und gefährlich. Besonders Kinder sind bedroht: Krankheiten wie Cholera oder Durchfall gehören zu den häufigsten Todesursachen.

Gemeinsam mit der Caritas Kongolo setzen wir uns dafür ein, den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern. In einem Gebiet so groß wie Belgien werden saubere Quellen erschlossen, Wasserstellen gebaut und sichere Wege dorthin angelegt.

Seit 2025 finanzieren wir zusätzlich Wasseranschlüsse an Gesundheitszentren. Diese verbessern nicht nur die Hygiene für Patienten und Personal, sondern kommen auch der umliegenden Bevölkerung zugute – ein wichtiger Schritt zur Eindämmung wasserbedingter Krankheiten und zur Stärkung der Gesundheitsversorgung.

Demokratische Republik Kongo: Starke Gemeinschaften – fruchtbare Felder

Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sind 2025 rund 28 Millionen Menschen in der DR Kongo von akuter Nahrungsmittelunsicherheit betroffen. Besonders Kleinbauern leiden unter ausgelaugten Böden und fehlenden Ressourcen.

Mit der Caritas Kongolo unterstützen wir Dorfgemeinschaften dabei, gemeinsam nachhaltige Landwirtschaft aufzubauen. Agrartechniker begleiten den Anbau, stellen Saatgut und Zugochsen bereit. Überschüsse werden gemeinsam vermarktet – ein Schritt zu mehr Ernährungssicherheit und Eigenständigkeit.

Eritrea: Ernährungssicherheit für Kinder – ein täglicher Kampf

Eritrea zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas. Armut, Hunger und eine angespannte politische Lage prägen den Alltag vieler Menschen – und erschweren die Arbeit von Hilfsorganisationen. Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen sind 2025 über zwei Drittel der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen.

Trotz dieser Herausforderungen leisten unsere Projektpartnerinnen, die Schwestern der Hl. Anna, in Tokonda lebensrettende Hilfe. Sie stellen das Feld vor ihrem Haus Familien zur Verfügung, versorgen sie mit Saatgut, Werkzeug und Wissen für nachhaltige Landwirtschaft. So wächst gesundes Gemüse – und mit ihm die Hoffnung.

Die ärmsten Familien besuchen die Schwestern regelmäßig zu Hause und erhalten dort das Lebensnotwendigste. Für viele Menschen in Tokonda sind die Schwestern eine der letzten verlässlichen Anlaufstellen.

Kenia: Wasserprojekte im Wandel

In der Region Witu hat sich unsere Partnerorganisation unter der Leitung des Südtiroler Missionars Pater Adolf Pöll früh auf Wasserprojekte spezialisiert – eine lebenswichtige Antwort auf die zunehmenden Dürren infolge des Klimawandels.

Das Team rund um Pöll verfügt über langjährige Erfahrung im Bau von Tiefbrunnen, mit denen sauberes Grundwasser aus tiefen Gesteinsschichten gefördert wird. Diese Arbeit wird heute von seinen Nachfolgern mit großem Engagement weitergeführt – verlässlich und offen für neue Wege.

Dort, wo das Grundwasser zu tief liegt oder nicht mehr zugänglich ist, setzen sie zunehmend auf innovative Lösungen: Große Wassertanks und Auffangbecken sammeln Regenwasser, das gefiltert und gespeichert wird – eine nachhaltige Alternative, die Schulen, Gesundheitsstationen und ganze Dörfer mit lebenswichtigem Wasser versorgt.

Kenia: Für Familien da – mitten im Slum

In den städtischen Armenvierteln Kenias ist das Leben geprägt von Unsicherheit, Armut und fehlender sozialer Absicherung. Besonders in Kariobangi, einem der größten Slums Nairobis, verschärfen laut aktuellen Berichten aus dem Jahr 2025 anhaltende soziale Spannungen und staatliche Umsiedlungspläne die ohnehin schwierige Lage.

Unsere Partnerorganisation Hands of Care and Hope begleitet hier Familien mit großem Einsatz: Sie kümmert sich nicht nur um Kinder, sondern auch um deren Eltern – durch Schulungen, Bildungsangebote und gezielte Lebensmittelhilfe. So können Kinder zur Schule gehen, statt arbeiten zu müssen oder auf Müllhalden nach Verwertbarem zu suchen.

Auch ältere Menschen werden nicht vergessen: In einem eigenen Haus für Senior:innen erhalten sie Betreuung, Gemeinschaft und regelmäßige Mahlzeiten – ein Ort der Würde und Fürsorge inmitten schwieriger Lebensumstände.

Madagaskar: Satt zur Schule

Auch im Nordwesten Madagaskars, in der Region Andrevorevo, spüren die Menschen die Folgen des Klimawandels: Unregelmäßige Regenzeiten, Bodenerosion und Ernteausfälle erschweren die Versorgung mit Lebensmitteln zunehmend. Besonders Kinder sind betroffen – ohne regelmäßige Mahlzeiten fehlt ihnen die Kraft zum Lernen und Wachsen.

Unsere Projektpartnerinnen, die Benediktinerschwestern, betreiben in Andrevorevo eine Schule und einen Kindergarten. Dort sorgen sie dafür, dass die Kinder täglich eine ausgewogene Mahlzeit erhalten. Für viele ist das die einzige verlässliche Nahrung des Tages – und zugleich ein Anreiz, regelmäßig zu kommen.

So wird nicht nur der Hunger gestillt, sondern auch der Grundstein für eine gesunde Entwicklung und eine bessere Zukunft gelegt.

Mosambik: Gemeinsam wächst Zukunft

2022 wurde – mit Unterstützung der Caritas und des Landes Südtirol – in Mosambik ein landwirtschaftliches Pilotprojekt gestartet. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation ESMABAMA und lokalen Genossenschaften gelang es, die Erträge zu steigern und die Ernährungssituation vieler Familien spürbar zu verbessern.

Auf diesem Erfolg baut das Folgeprojekt auf: Neue Anbaumethoden schützen Pflanzen gezielt vor Trockenheit, Überschwemmung und Feuer. Auf sogenannten Musterfeldern wachsen Obst, Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse in Mischkulturen, die sich gegenseitig stärken.

In den vier Bildungseinrichtungen von ESMABAMA – mit angeschlossenen Schülerheimen – lernen Jugendliche unter anderem diese nachhaltigen Techniken kennen. So wird Wissen weitergegeben, das Felder fruchtbar macht und Zukunft schafft.

Senegal: Eine zweite Chance

Am Rand der Sahelzone leidet auch die Region Tambacounda im Osten Senegals zunehmend unter den Folgen des Klimawandels. Ausgelaugte Böden, unregelmäßige Regenzeiten und lange Dürreperioden führen zu Missernten und wachsender Armut – besonders in ländlichen Gebieten.

Aus Verzweiflung greifen viele Menschen zu Mitteln, die sie selbst nicht wollen: Auch kleinste Delikte können im Senegal mit harten Strafen geahndet werden – und so landen vor allem junge Männer schnell im Gefängnis.

Unsere Projektpartnerin, die Caritas Tambacounda, begleitet diese Menschen auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Schon während der Haft lernen sie, wie sie mit nachhaltigen Methoden ausgelaugte Böden wieder fruchtbar machen können. Nach ihrer Entlassung helfen Kleinkredite und begleitende Schulungen dabei, sich eine neue Existenz aufzubauen – und wieder Verantwortung für sich und ihre Familien zu übernehmen.

Humanitäre Krise im Sudan

Seit dem Ausbruch des Krieges im Sudan im April 2023 leidet die Bevölkerung dort unter einer der schwerwiegendsten humanitären Katastrophen weltweit. Hunderttausende Menschen haben ihr Leben verloren, Millionen sind auf der Flucht, und es fehlt an lebenswichtigen Gütern wie Nahrung, sauberem Wasser und Medikamenten. 30 Millionen Menschen – das sind zwei Drittel der Bevölkerung – sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 12 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen (7,5 Mio. intern).  4,1 mio Menschen hingegen suchen Schutz in Nachbarländern wie dem Tschad, dem Südsudan oder Ägypten.

Das infrastrukturelle System des Landes ist stark beeinträchtigt: In den Kernregionen sind rund 80 % der Gesundheitseinrichtungen außer Betrieb, und etwa 60 % der Wasseraufbereitungsanlagen wurden zerstört.

Maßnahmen der Caritas im Sudan und in den Nachbarländern

Im Sudan ist Caritas seit Ausbruch des Krieges aktiv. Sie leistet finanzielle Unterstützung, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu decken, verteilt Hygiene- und Sanitätskits – insbesondere für Frauen –, arbeitet an der Wiederherstellung der Wasserinfrastruktur und stellt Notlösungen für die Wasserversorgung bereit. Außerdem gibt es spezielle Schutzeinrichtungen für Frauen.

In den Nachbarländern wie Südsudan, Tschad und Ägypten bietet Caritas Nothilfe an: Lebensmittel, Bargeld, Notunterkünfte, Maßnahmen zur Cholera-Prävention sowie Initiativen zur Friedensförderung.
Schwerpunktregion: Malakal – Versorgung der Flüchtlinge, Zugang zu sauberem Wasser und Unterstützung der psychischen Gesundheit.

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