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GEMEINschaftsPLÄTZE

„GEMEINschatfsPLÄTZE“ ist der Titel eines neuen Projekts, das die Caritas mit dem Forschungszentrum Eurac Research mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds in den kommenden zwei Jahren umsetzen wird. Ziel ist es, Menschen ohne festen Wohnsitz oder mit unsicheren Wohnverhältnissen den Zugang zu Wohnraum zu erleichtern und ihre soziale Teilhabe zu stärken.

Das Projekt baut deshalb auf einer engen Zusammenarbeit der Caritas‑Dienste Domus, Odòs und der Flüchtlingsberatung auf, mit der bereichsübergreifenden Unterstützung des Caritas‑Zentrums für Kultursensible Beratung sowie weiteren externen Partnern. Das Projekt baut deshalb auf einer engen Zusammenarbeit der Caritas Dienste Domus, Odòs und Flüchtlingsberatung mit externen Partnern auf. Zu diesen gehören der Betrieb für Sozialdienste der Stadt Bozen, das Bozner Gefängnis, das italienische Amt für den externen Strafvollzug (UEPE), die Antidiskriminierungsstelle der Autonomen Provinz Bozen sowie das Sozialressort der Gemeinde Bozen. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch eine Vielzahl weiterer lokaler Organisationen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erkenntnis, dass Menschen in Wohnungsnot ein vielschichtiges Unterstützungssystem benötigen. Eine Unterkunft genügt nicht. Entscheidend ist eine umfassende Begleitung, die den Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheitsdiensten, rechtlicher Beratung, psychologischer Unterstützung und sozialen Kontakten ermöglicht und stärkt.

Innovativität des Projekts

Der innovative Ansatz des Projekts besteht in der Einrichtung eines multidisziplinären Teams, das sich aus Mitarbeitenden der beteiligten Dienste sowie einer Caritas‑Expertin für Ethnopsychiatrie zusammensetzt. Die Einbindung dieser Expertin in die Teamsitzungen – mit der Fähigkeit, die Planung kulturell sensibel zu begleiten – stellt eine wesentliche Neuerung gegenüber herkömmlichen Arbeitsmethoden dar.

Zu diesem operativen Kern kommen auf Einladung weitere Mitarbeitende anderer Caritas‑Dienste sowie anderer Organisationen des Dritten Sektors hinzu, ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter der zuweisenden Stellen. Auf diese Weise wird dem Bedarf entsprochen, innovative Lösungen zu entwickeln, die soziale Bedürfnisse wirksamer und nachhaltiger abdecken als bestehende Praktiken – unter anderem durch die Förderung neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Sektor, Drittem Sektor und privaten Akteuren. Ziel ist es, einen echten sozialen Mehrwert zu schaffen und einen nachhaltigen positiven Einfluss auf das Gemeinwesen zu erzielen.

Eine weitere Neuerung ist der monatliche Strategie‑ und Best‑Practice‑Tisch. Dieser beschränkt sich nicht auf Austausch und Diskussion, sondern identifiziert zentrale Erkenntnisse und in einzelnen Fällen erprobte Lösungsansätze, um sie in innovative Verfahren und Arbeitsmethoden zu überführen, die langfristig und in unterschiedlichen Kontexten anwendbar sind.

Schließlich bildet auch der gezielte Einsatz von Ehrenamtlichen einen innovativen Bestandteil des Projekts: Sie werden als integraler Teil der Projektarbeit eingesetzt und begleiten die Teilnehmenden in sozialen und gemeinschaftlichen Kontexten. Die speziell geschulten Integrationspartner übernehmen dabei eine doppelte Rolle: einerseits als Unterstützer für neu zuziehende Menschen, andererseits als Brückenbauer zur aufnehmenden Gemeinschaft. Dadurch fördern sie echte gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Integration.


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